22.01.2012
Diäten-Anhörung: Experten stützen mehrheitlich Argumentation der LINKEN
Die Mehrheit der Sachverständigen hat in der gestrigen Landtagsanhörung bestätigt, was die Fraktion DIE LINKE von Beginn an betont hat: Eine Erhöhung der Abgeordnetendiäten ist nicht angemessen und somit falsch. „Der größere Teil der Experten teilt auch unsere Ansicht, dass eine Erhöhung der Bezüge in ihrer Außenwirkung für die Politik fatal wäre“, erklärt Anna Conrads, die Duisburger Landtagsabgeordnete der LINKEN.
Besonders freute sich Conrads darüber, dass der Versicherungsmathematiker Peter Schramm das Konstrukt des Versorgungswerks als solches kritisiert hat. Nach Schramms Auffassung ist es ein falscher Weg, Geld für die Altersvorsorge am unberechenbaren Kapitalmarkt operieren zu lassen. „Erstaunlich, aber auch erfreulich, dass diese Argumentation sogar beim Diätenerhöher Laschet von der CDU auf Interesse stieß“, sagte Conrads.
Aus genau dem von Schramm genannten Grund sei die Fraktion DIE LINKE dafür, dass die Abgeordneten der deutschen Landtage und des Bundestags verpflichtet werden, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. „Wir wollen nun einen entsprechenden Antrag vorbereiten, in dem wir die Landesregierung beauftragen, eine Bundesratsinitiative zur Änderung der bundesgesetzlichen Grundlagen für eine solche Einzahlpflicht auf den Weg zu bringen“, erklärt Anna Conrads nach der Anhörung.
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