22.02.2012
Anna Conrads besucht vom Abriss bedrohte Zinkhüttensiedlung
Am Dienstag hat die Duisburger LINKE-Landtagsabgeordnete die Siedlung am Zinkhüttenplatz besucht. Anna Conrads folgte damit einer Einladung der Bürgerinitiative,mit den Betroffenen über ihre Ängste und ihre Bemühungen zum den Erhalt der Siedlungzu sprechen.„So konnte ich mir vor Ort ein Bild der Situation machen und mit einigen Mietern selber sprechen“, erklärt Conrads: „Ich bin sehr betroffen von den Schilderungen der MieterInnen und beeindruckt von dem glühenden Engagement der überwiegend älteren Menschen für ihr Quartier. Die dort lebenden Menschen haben mir sehr deutlich gemacht, dass sie nicht bereit sind, ihre Siedlung für das geplante Factory Outlet Center zu räumen. Sie haben von
dem großen Zusammenhalt und der Gemeinschaft erzählt und wie viele von ihnen bereits seit mehreren Jahrzehnten dort leben. Es war für mich gut zu erkennen, dass die Menschen sich hier überwiegend wohl fühlen und fest verwurzelt sind.“
Bei einem Rundgang durch die mit großen Grünflächen durchzogene Siedlung gesellten sich verschiedene MieterInnen zur Abgeordneten um u.a. über ihre große Enttäuschung von der derzeitigen Politik zu berichten. Helga Vocke, Sprecherin der Initiative Zinkhüttenplatz meint: „ Es ist unglaublich, dass man uns Monate lang aus allem raus hält,wir aus der Zeitung von den Plänen erfahren müssen und nun so getan wird als würden wir eine Zusammenarbeit blockieren. Unsere Position ist klar: Wir bleiben hier!“ Anna Conrads weiter: „Die Mitgliederversammlung der LINKEN Duisburg hat bereits am 8.2. einen Beschluss gefällt, dass sie sich mit den MieterInnen der Siedlung solidarisch erklärt, das gilt natürlich auch für mich. Ein Abriss einer solchen Siedlung für einen FOCParkplatz widerspricht auch den Zielen einer LINKEN-Wohnungspolitik. In verschiedenen (Wahl-)Programmen und Positionen sagt DIE LINKE ganz klar: Wir wollen eine Stadt des menschlichen Maßes. Wir wollen eine Stadt des sozialen Ausgleichs, eine grüne, kinderfreundliche und altenfreundliche Stadt mit hoher Lebensqualität. Das Grundrecht auf Wohnen darf nicht zur Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen eingeschränkt werden
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