12.04.2012

Gregor Gysi solidarisiert sich mit TSTG-Beschäftigten in Duisburg

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Sevim Dagdelen, Gregor Gysi, Anna Conrads bei der Belegschaft der TSTG
Sevim Dagdelen, Gregor Gysi, Anna Conrads bei der Belegschaft der TSTG

Gregor Gysi, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, versprach bei seinem heutigen Auftritt vor den mehr als 400 Beschäftigten der TSTG Schienen Technik, sich für den Erhalt des von der Schließung bedrohten Duisburger Schienenwerks einzusetzen. Bei seinem Besuch wurde er von der Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen und der Kandidatin für die Landtagswahl Anna Conrads von der LINKEN begleitet. Betriebsrat Kenan Ilhan hatte den promineten Politiker der LINKEN und seine Kolleginnen aus Duisburg um ihr Kommen gebeten.

In einem Brief an Bundeskanzlerin Merkel vom heutigen Tag betonte Gregor Gysi die wichtige Rolle der TSTG: Diese ist das letzte in Deutschland produzierende Schienenwerk und Hauptlieferant der im Bundesbesitz befindlichen Deutschen Bahn AG. Am Standort Duisburg-Bruckhausen sind derzeit 485 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Die "mangelnde Wirtschaftlichkeit" des Standort als Begründung für die Schließung hält Gregor Gysi für nicht nachvollziehbar: Das Werk liefert seit Jahren hochqualitative Produkte und ist für das Jahr 2012 nahezu ausgelastet. Die Schließung des Werkes scheint vor diesem Hintergrund vielmehr eine Folge des im letzten Jahr zerschlagenen Schienenkartells zu sein. Jahrelang hatte der Mutterkonzern voestalpine AG neben anderen namhaften Schienenherstellern die Mengen und Preise für Schienen und Weichen auf dem deutschen Markt abgesprochen. Darüber hinaus kritisierte Gregor Gysi die verfehlte Wirtschafts- und Industriepolitik der letzten Jahre und forderte den Ausbau der betrieblichen Mitbestimmung um profitorientierten Standortschließungen einen Riegel vorzuschieben.

Veröffentlicht in Allgemein | Themen: Sonstiges | Tags: Aktionen, Arbeitskampf, DIE LINKE, Duisburg, TSTG Schienentechnik